![]() |
||
|
Allgemeine daten des Kreises Der Kreis Bialogard ist ein von den zwanzig Kreisen der Wojewodschaft Westpommern. Er liegt auf dem Flachland von Bialogard zwischen zwei geographischen Landschaften: Slovinzen - Uferland und Drawsko - Seenplatte am Parseta - Fluss im nordöstlichen Teil der Wojewodschaft. Er nimmt die Fläche von 846,6 km2. Die Reichweite des Kreises sind die Stadt Bialogard, die Gemeinde Bialogard,die Stadt und Gemeinde Karlino und die Gemeinde Tychowo.Im Kreis Bialogard kreuzen sich wichtige Eisenbahnund Straßenverkehrswege Szczecin - Gdansk und Poznan - Kolobrzeg. Der nächste Grenzübergang befindet sich in Kolbaskowo (152 km), zu dem nächsten Flughafen in Zegrze Pomorskie sind 15 km und der Seehafen in Kolobrzeg ist um 27 km entfernt. Jedes Jahr verbessert sich die technische Infrastruktur. In allen Gemeinden sind die Wasserleitungs-, Kanalisations-, Fernmelde- und Gasnetze sehr gut entwickelt. Im Kreis sind 2850 Wirtschaftssubjekte tätig, entscheidend viele davon (97%) sind private Einheiten. Das bedeutet etwa 57 Wirtschaftsubjekte pro 1000 Einwohner. Der Kreis Bialogard ist attraktiv für die ausländischen Bauherren, die meistens im Gebiet der Holzverarbeitung und -produktion sowie Lebensmittel - und Agrarindustrie tätig sind. Der Kreis Bialogard wird durch hoch entwickelnde Landwirtschaft gekennzeichnet, die mittlere Fläche des Bauerngutes ist die höchste in Polen. Der Kreis Bialogard ist ohne Zweifel ein von den attraktivsten Kreisen in der Wojewodschaft Westpommern. Diese Stellung wurde durch den "Pommerschätze" Wettbewerb im Jahre 2000 bestätigt, an dem unser Kreis den ersten Platz unter zwanzig Kreisen aus unser Wojewodschaft belegt hat.
![]() Informationen über Städte und Gemeinden Die Kreishauptstadt Bialogard ist ein wichtiger Verkehrskonten. Hier kreuzen sich die Verkehrswege, die die Ostseeküste mit Südpolen verbinden. Die Geschichte von Bialogard ist ungewöhnlich reich. Die Stadt gehört zu den ältesten pommerschen Burgansiedlungen, deren Anfänge bis ins VIII. Jahrhundert reichen. Im Jahre 1299 bekam die Stadt die Stadtrechte und die Wende des XIII. und XIV. Jahrhunderts war die Zeit seiner besten Entwicklung. Aus dieser Zeit stammen die wertvollsten Komplexe die vor allem im Umkreis der Altstadt lokalisiert sind. Jetzt werden die Aktivitäten intensiv unternommen, um diesem Gebiet die in der Nachkriegszeit verlorene Bedeutung wiederzustallen. Die Strebungen der Stadt ist besonders darauf gerichtet um in der "Altstadt" die Handles-, Kultur-, Dienstleistungs- und Wohnfunktionen wiederherzustellen. Bialogard zählt 25.000 Einwohner und besitzt große Reserven der qualifizierten Arbeiter, was für die Entwicklung der neu gründeten Betrieben günstig ist. Die Lokalisierung der drei mittleren Schulen begünstigt die intellektuelle Entwicklung der lokalen Gemeinschaft und steigert die Qualifizierungen der Arbeiter. Bialogard kann sich der Sportclubs rühmen und die Ringen- oder Tanzsektionen vertreten unsere Region an den Europa- und Weltmeisterschaften. Auf dem modernen städtischen Sportstadion sind internationale Leichtathletikveranstaltungen organisiert.
Die geographischen Bedingungen haben der Gemeinde einen landwirtschaftlichen Charakter ausgeprägt. Die Wälder außer dem wertvollen Baurohstoff, wie Holz, sind auch an Unterwuchs, Beeren, Pilze, sowie Wildtiere Hase, Hirschen Madertiere, Fuchse und Vögel reich. An Jagd nehmen die ausländischen Gäste teil. Ein unbestreitbarer Vorteil der Gemeinde sind reine Flüsse - Parseta, Lesnica, Mogielnica, Topiel und Pokrzywnica, die reich an Forellen - und Aschfischen sind. Der Parseta - Fluss ist auch eine ausgesehnte Stelle für Paddelbootswildflussfahrten. Die Gemeinde Bialogard ist durch die moderne Landwirtschaft bekannt. Sie bildet eine Rohstoffbasis für die Agrar- und Lebensmittelverarbeitungsindustrie in unserer Region. Auf dem Territorium der Gemeinde sind mehrere Landwirtschaftsgebiete lokalisiert, die gekauft oder verpachtet werden. Die Hilfe beim Erwerb der Grundstücke erteilt das Gemeindeamt und Agrareigentumsagentur des Staatsschatzes. Zu den Naturschätzen der Gemeinde gehören Baurohstoffe (Zuschlagstoffe, Sand, Kies), keramische Rohstoffe (Lehm und Ton), Torf und Erdgasablagerungen. Die wichtigsten Verkehrsverbindungen sind die Landesstraßen Kolobrzeg - Poznan und Szczecin - Gdansk und die Eisenbahnstrecken, die eine direkte Verbindung mit größeren Städten in Polen sichern. In der Gemeinde Bialogard wurde eine Reihe von Investitionen zwecks der Verbesserung der Existenz der Dorfeinwohner durchgeführt. Es werden Bildungsanstalten ausgebaut und saniert, im Laufe sind die Arbeiten beim Ausbau der Wasser- und Gasleitungsnetzen. Dank der finanziellen Hilfe des PHARE Fonds ist der Bau der Sanitätskanalisation möglich.
Die Stadt und die Gemeinde Karlino sind im nordö stlichen Teil der Wojewodschaft Westpommern malerisch gelegen. Die attraktive Lage an der Kreuzung des Landesweges Nr. 6 Szczecin - Gdansk und des Wojewodschaftsweges Nr. 163 Kolobrzeg - Poznan ist historisch bedingt. Hier verlief nämlich im XIII. Jahrhundert einer der wichtigsten Handelswege und zwar der Salztrakt. Sehr wichtig für die Stadt und Land war der Erdölausbruch in Karlino. Gegenwärtig neben dem flammenden Erdölbohrloch wurde ein Erdö 1- und Petroleumbergwerk gegründet. Die Gasförderung ist billiger um 40-50 % als Gaspreise im staatlichen Gasnetz. Das begünstigt die potentiellen Investoren, die immer mehr unsere Region besuchen. Die Gemeinde besitzt eine Kläranlage und ökologische Mülldeponie. Alle Heizwerke wurden modernisiert und dem Erdgasverbrennen angepasst. Die in den letzten Jahren geführten Aktivitäten für die Ökologie wurden anerkannt. Die Stadt und die Gemeinde Karlino wurden im Jahre 2000 als eine aus den sechzehn umweltfreundlichen Gemeinden in Polen anerkannt. Für die aktive Erholung und Rekreation dienen die Sportlangen auf dem Territorium der Stadt, u.a. Fußball- und Volleyballsportplätze, Tennisplätze, Sporthalle mit Sauna und Kraftübungsraum sowie ein Sportstadion und Freilichtbühne. Dort werden alljährlich mehrere Kultur- und Sportveranstaltungen organisiert. Manche davon wie, z.B. das Europäische Festival des Kinderkunstschaffens oder Pabstlauf sind Veranstaltungen des internationalen Ranges. Die gut ausgebaute Infrastruktur, gute Qualität der Straßen, Sanitätssammelleitungen mit der Kläranlage, zwei Arten des Erdgases, Fernmeldeverbindungsnetz und vor allem reine Umwelt bilden die Hauptvorzüge unser Region. Wir begrüßen Sie in der freundlichen Stadt Karlino, die sowohl die Touristen, als auch die Investoren gastlich empfängt.
Die Gemeinde liegt im südlichen Teil des Kreises Bialogard in der Nähe der
Städte: Bialogard, Koszalin, Polczyn - Zdroj, Szczecinek und Kolobrzeg.
Die Gemeinde besitzt eine gut entwickelte technische Infrastruktur und
zwar:
qualitätsgute Wege, die die Verkehrsverbindungen mit den anderen
Landesteilen sichern, Eisenbahnstrecke, die durch die Gemeindefläche mit
Verladegleisanschlüssen in Tychowo und Podborsk verläuft,
Sanitätssammelleitungen mit Kläranlagen in Tychowo, Dobrowo und Wicewo,
Wasserleitungsnetz in allen Ortschaften der Gemeinde, elektrische Energie,
direkte Telefonverbindungen mit allen Städten in Polen und in der Welt mit
den Kabelleitungen oder Mobilfernsprechtechnik. Die Vorteile dieser Gemeinde
sind auch die reine Umwelt, die Wälder, die reich an Unterwuchs und
jagdbares Wild sind, die sowohl die Pilz- und Beerensucher, als auch die
Jäger anziehen. Die reine Luft, Wasser und große Waldflächen, die die
abwechslungsreich gestalteten Anhöhen und Erhebungszüge bedecken, viele
wertvolle Bau- und Naturdenkmäler reizen zu Wanderungen und Tourenfahrten.
Alle Handlungen, die durch die Gemeinde zwecks Umweltschutz vorgenommen
werden, begünstigen die Verbesserung der Wasserreinheit der Flüsse, die
durch die Gemeinde fließ en. Der Reichtum der Fischsorten in den Flüssen
ist für die Angler anziehend, besonders für die Lachs- und
Silberlachsliebhaber. Diese Fische kommen in der Leichzeit in die Flüsse
Parseta und Chotla und in deren Zuflüsse.
Die Behörden der Gemeinde und ihre Einwohner laden herzlich zum Besuch im Land von Tychowo ein und versichern ihre Hilfe bei der Realisierung der Investitionsvorhaben sowie die Freundlichkeit und Erleichterung der Kontakte mit den bereits bestehenden Wirtschaftssubjekten.
Geschichte. Touristische und naturvorzüge
Der Kreis Bialogard hat eine reiche Geschichte. Es zeugen davon zahlreiche
wertvolle Baudenkmäler, u.ä. drei gotische Kirchen aus dem XIX. Jahrhundert,
Überreste der Schutzmauer und das Schloss der Bischöfe von Kamien. Auf den
Dorfgebieten befinden sich sehr gut erhaltene Kirchen aus dem XV. und XVI.
Jahrhundert.
Wir sorgen für unsere Umwelt und deshalb besitzen wir reine Luft, reines Wasser, duftende Wiesen und Wälder. Das alles besitzt für uns große Bedeutung. Wir sind eine aus den saubersten Regionen in Polen. In Karlino haben ihren Sitz zwei für das Gebiet wichtige Institutionen: Verein der Gesellschaftswirtschaftlichen Initiativen und der Verband der Städte und Gemeinden des Parseta Zuflussgebietes. Sie sorgen für die Erhaltung der Bioklima-, Naturheil- und Kurvorteile des Zuflussgebietes von Parseta und für die gesellschafts- wirtschaftliche Entwicklung dieses Gebietes. Seit mehreren Jahren der Verband der Städte und Gemeinden des Parseta Zuflussgebietes führt das Programm "Reine Weichsel und pommersche Flüsse". In Tychowo wurde eine Johanniter Station gestiftet. Diese Organisation beschäftigt sich mit der Wohltätigkeit auf dem Territorium des ganzen Europas. Ein unbestreitbarer Vorteil des Kreises sind die reinen Seen. Der Parseta-Fluss mit zahlreichen Zuflüssen bilden große Attraktion für die Angler und Paddelbootswildflussfahrten. Die vielen Fischsorten in den hiesigen Flüssen, u.a. Lachse und Lachsforellen, sind auch für die Angler sehr attraktiv. Der Parseta-Fluss ist der größte Fluss im Pommern und ein von den seltenen Wildflüssen in Polen. Der Fluss ist 157 km lang und mit 17 Zuflüssen nimmt die Fläche 3150 km2 ein. Es gibt hier auch eine Reihe von Naturenklaven, die als Naturdenkmäler anerkannt wurden. In den Ortschaften Komasowo, Nasutowo, Laski, Rarwino befinden sich Herrenhausparkanlagen, in Stanomino eine Heilstättewaldparkanlage, in Podwilcze und Nawino Dorfparke mit kleinen Schloss und Herrenhaus. In Gemeinde Tychowo befindet sich ein Naturschutzgebiet "Cisy Tychowskie" (Die Eiben von Tychowo). Ein unbestreitbarer Vorteil des Kreises sind die Wälder, die reich an Unterwuchs und jagdbares Wild sind, die sowohl die Beeren- und Pilzsucher, als auch die Jäger anziehen. Im Kreis befinden sich auch Erholungszentren, Gaststätten, Hotelbasis, sowie die Stellen der Erdöleruption aus dem Jahre 1980. Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten gehört auch der sehr große erratische postglaziale Block "Tryglaw", der größte in Polen, einer der größten in Europa. Er befindet sich auf dem Kommunalfriedhof in Tychowo. Interessant sind auch die Überreste nach dem Kriegsgefangenenlager der alliierten Flieger aus der Zeit des II. Weltkrieges in Modrolas und die Gedenkstelle der Soldaten, die während des I. Weltkrieges gefallen sind. In der Nähe von Karlino befindet sich eine prachtvolle Statue von Muttergottes, Königin der Nationen, ein Geschenk der philippinischen Nation für das polnische Volk.
Sport und erholung Wir besitzen eine reiche Infrastruktur, wovon die Kinder Gebrauch machen. Wir haben im Kreis ein Schwimmbecken, Sportplätze, Tennisplätze und Sporthallen mit voller Ausstattung. die unentbehrlich für die richtige Entwicklung der Kinder und der Jugend sind.Die Kinder und die Jugend gehören zu den verschiedenen Sektionen und nehmen an den offenen Veranstaltungen teil, die Kulturhäuser für die Jugend führen. Man kann hier die Interessiertheit in vielen Gebieten entwickeln, wie z.B. Musik, Fremdsprachen, Technik, Modellbau, Motorsporte, Computer, Film und Photos, artistische Wirkerei, Philatelie, Aquarien und Theater. Das Jugendclub des Gesellschaftstanzes "Carmen" hat Meister von Polen erzogen und nimmt jedes Jahr an den Weltmeisterschaften teil. Große Erfolge erreichen auch die jungen Ringkämpfer auf den Europamatten und während der Olympiade in Sydney im Jahre 2000. Einen hohen Rang besitzt den Leichtathletischen Wettbewerb auf dem modernen Sportplatz in Bialogard. Die jüngste Veranstaltung internationales Ranges ist ein Pabstlauf, der durch die Stadt und Gemeinde Karlino organisiert ist.
Kreiswirtschaft Der Kreis Bialogard ist durch die Holzverarbeitungs- und Agrarverarbeitungsindustrie sowie durch die hoch entwickelnde Landwirtschaft geprägt. Mehrere von Betrieben aus Europa haben schon in unserer Region investiert. Gute technische Infrastruktur, qualifizierte Facharbeiter und professionelle Betreuung der Gemeindeverwaltungen begünstigen diese Situation. Der Kreis besitzt vier Mittelschulen und in der Nähe befinden sich zwei Hochschulen (Koszalin 27 km), welche die Qualifizierungen der Arbeiter verbessern.Die Basis für die lokale Geschäftsführung sind die Organisationen und Vereine, die die Entwicklung der hiesigen Wirtschaftsubjekte und Investoren unterstützen als auch die allgemeine Entwicklung des Kreises stimulieren. Die Bedeutung besitzt der Verein der Gesellschafts- und Wirtschaftsinitiativen in Karlino. Der Verein wurde im Jahre 1995 gegründet. Mit Hilfe des Vereins können die Investoren die Präferenzkredite und Darlehen sowie die Rückerstattung eines Teils der Löhne für die neu beschäftigten Arbeiter erlangen. Bei keinen Sicherheiten können die Firmen den Fonds der Kreditbürgschaften nutzen. Beim Verein sind seit dem Jahre 2000 Bank für Wirtschaftsinformationen und Bank für Reserven tätig, die für die Unternehmer zugänglich sind. Die Bank der Wirtschaftsinformationen ermöglicht den Investoren die Suche nach entsprechenden Terrains und Objekten für Investieren und die Mitarbeiter des Vereins und der Gemeindeämter helfen bei den Formalitäten verbundenen mit Mieten oder Pachten der Objekte. Der Verein hilft auch bei der Beschäftigung und Schulung von neuen Mitarbeitern. Seit Februar 1998 führt er die Schulungs- und Beratungstätigkeit im Bereich der Führung der Kleinunternehmung. Die Ausstattung des Schulungszentrums wurde aus den Mitteln der Weltbank und bei der großen finanziellen Unterstützung der Agrareigentumsagentur des Staatschatzes finanziert. Die Tradition und Neuzeitlichkeit in der Landwirtschaft bilden das gegenwärtige Bild der ländlichen Bereiche des Kreises und die Rohstoffbasis für die Entwicklung der Lebensmitteverarbeitungsindustrie. Der Kreis Bialogard verfügt über mehrere Objekte und Terrains für die potentiellen in- und ausländischen Investoren. Die attraktivsten Terrains zum Investieren sind Gebiete bei dem E 163 Landesweg Poznan - Kolobrzeg und E 6 Landesweg Gdansk - Szczecin. Die entscheidende Mehrheit von Investitionsgeländen sowie Immobilien ist erschlossen und mit allen Medien ausgestattet. Die Verkehrszugänglichkeit verursacht, dass alle Investitionsnagebote für Industrie-, Dienstleistungs-, touristische oder Lagertätigkeit ausgenutzt werden können.
Geschichte der bialogarder Erde Die Erde des Kreises Bialogard (Belgard), vor allem im Gebiet des Zusammenflusses der Parseta (Persante) und Radew, hat eine sehr reiche kulturelle Vergangenheit. Die vorgeschichtliche Historie dieser Gegend begrenzt sich in einem zeitrechnerischem Rahmen von der mittleren Steinzeit, d.i. ungefähr 8 000 Jahre v.Chr. bis inklusiv zum Frühen Mittelalter, -d.i. zur Hälfte des 13.Jh.Dieses Gebiet des bialogarder Landkreises, ähnlich wie ganz Nordpolen, war im Vergleich zu anderen Landstrichen des südlichen Europas und auch Polens, ziemlich spät besiedelt worden. Die Ursache dessen waren die, dem Menschen ungünstigen, Klimaverhältnisse. Dieser Teil Polens, nach der geologischen Chronologie nehmend, war in der Zeitspanne von ungefähr 18 - 15 Tausend Jahren v. Chr. mit Inlandeis bedeckt. Im MaBe der Klimaerwärmung und in Folge des Zurücktretens dieses Binneneises nach Norden wurden diese Landstriche immer mehr erträglicher zum Leben. Es zeigte sich eine Tundrapflanzenwelt und Tiere des subarktischen Klimas, deren Vertreter das Rentier war. In der mittleren Steinzeit (Mesolithikum 8000 Jahre v.Chr. bis 4200 v. Chr) erfolgt eine weitere Verbesserung und Erwärmung des Klimas. Das verursacht Entwicklung der Pflanzendecke und der Tierwelt. Die Flächen von Nordpolen werden immer erträglicher und menschenfreundlicher für die ständige Ansiedlung menschlicher Gemeinschaften. In der jüngeren Steinzeit (Neolithikum 4200 - 1700 Jahre v.Chr.) kommt der groBe sozial-wirtschaftliche Durchbruch. Das Klima wird warm und trocken. Es erscheinen andere technische Errungenschaften, vor allem im Erzeugen neuerer, besserer und vervollkommneter Handwerkzeuge. Der Grundrohstoff zu ihrer Anfertigung wird von jetzt nicht mehr der verhältnismäBige weiche Feuerstein, sondern ein harter Stein. Man beherrschte die schwierige Technik des Steinmetzhandwerks. Die nächste Epoche ist die Bronzezeit (1700-650 Jahre v. Chr.) In diesem Zeitalter erfolgt in der Entwicklung des Menschen ein weiterer Fortschritt im Bereich der Erzeugung neuer und noch mehr vollkommener Produktionsmittel. Dies konnte sich vollziehen dank der Kenntnis und Beherrschung neuer Herstellungsbereiche, wie z. B.: der Erwerbung von Kupfer- und Zinnerzen und ihrer weiteren metallurgischen Bearbeitung, deren Effekt am Ende ein Erhalten eines härteren als das Kupfer zum Beispiel, Metall der Bronze, wurde. Im Laufe der Zeit begann man eigene, lokale Erzeugnisse in den Bereichen: Waffen, Handwerkzeuge, wie auch eine reiche Auswahl von Schmuckstücken zu fertigen. In der Eisenzeit (650n v.Chr.- 1250). Die Kenntnisse und Verbreitung der Eisen-Metallurgie erfolgten zunächst auf der Basis von importierten Rohstoffen und fertigen Erzeugnissen, danach auf Anlehnung an die örtlichen Eisenerzablagerungen, der sogenannten Raseneisenerze oder anders Sumpf-oder Wiesenerze, welche die polnische Erde in Fülle aufweisen konnte. Eisen wird zum grundlegenden Rohstoff und Material zur Herstellung eines breiten Fächers von Produktionsmitteln, Waffen, Werkzeugen bis zum Schmuck. Die meist verbreitete Tätigkeit der Bevölkerung ist im Grunde die Landwirtschaft, Viehzucht und auch Fischerei und die Jagd. Nach den Jahren der Unruhen, welche in der Zeit der Völkerwanderungen vorkamen und dem, damit verbundenen Rücktritt im allgemeinen und vor allem kulturellen Gebieten in ganz Europa, also auch Polen, trat eine bedeutende Stabilisierung der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse ein. In dieser Zeit (als frühmittelalterische Periode benannt) (570-1250 n. Chr.) bildet sich das polnische Volk und es gestalten sich die Grundlagen des polnischen Staates. In der archäologischen Zeitrechnung teilt sich das polnische frühe Mittelalter in zwei Perioden. Die erste, die vorpiastische (570 - 950 n.Chr., und die zweite, die frühe, der Herrschaft des Hauses Piast, also die frühpiastische (950-1250 n.Chr.). In der vorpiastischen erfolgt die Konsolidation der Stamm-u. Teritorial - Organisationen auf dem ganzen Gebiet zwischen Bug und Oder, die den Anfang der Grundfesten eines frühfeudalen Staates gründet, das sich in der zweiten Periode (frühe Piastenzeit), als fertiges Gebilde eines feudalen Staates unter der einheitlichen Macht des ersten Piast erweist. Intensive Flächenuntersuchungen über das Hinterland der Ansiedlung führte zur Entdeckung einer Reihe, bisher in der Literatur des Gegenstandes unbekannter und neuer Archäologiefunde, überwiegend aus dem Frühmittelalter, die in enger Verbindung mit den Burgstädten oder Siedlungen, die am Fuße einer Burg sich befanden, standen. Auf den Gebiet des bialogarder Kreises sind: insgesamt 8 Burgruinen erkannt in den Ortschaften: Bialogard, Buczek, Dzieciolowko, Lubiechowo, Ostre Bardo, Rawino, Stare Debno und Weldkowko und 31 Siedlungen des Frühen Mittelalters. Aufgrund der archäologischen Quellen wurde festgestellt, dass dieses reiche Ansiedlungsnetz im Kreis Bialogard mit seinem Beginn bis ins 8.Jh. (z.B.: Lubiechowo, Dzieciolowko) zurückreicht und ununterbrochen bis zum Ende des 13. Jh. dauert. Die Burgschlösser und Wartburgen wurden in der Regel an schwer zugänglichen Orten und Stellen gebaut, auf Sumpf-u. Moorgelände, auf nassen Wiesen, Halbinseln und Moränenzipfeln, in der Nähe von Flüssen und Seen. Die Schlösser, Burgen und andere Festungen dienten als Zufluchtsorte der Siedlungsbewohner, zum Schutz und Trutz, erfüllten aber auch andere, verschiedene Funktionen wie z.B.: der Verwaltung, strategisch-militären Zwecken, dem Kultus und anderen. Die Erhaltungsgrundlage der Bevölkerung auf der bialogarder Erde im Frühmittelalter war die Landwirtschaft. Mit ihr war auch, wie gewöhnlich, die Viehzucht eng verbunden solche wie: Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde. Aus Rücksicht auf die Bodeneigenart und Fülle an Wasser-u. Waldflächen spielte auch die Binnenfischerei und das Jagdwesen eine wichtige Rolle. Aus anderen Tätigkeiten und Berufen muß man hier die Metall und Holzbearbeitung erwähnen. Das Hütten-u. Schmiedegewerbe wohl zunächst, dann aber standen auch in gutem Ruf solche wie: Schneiderei, Weberei, Gerberei und Schuhmacherei. In der Holzbearbeitung führten die Böttcher und Stellmacher. Auch Zimmerleute standen in Ehre, da jeder doch nach dem eigenen Haus strebte. Diese verrichteten schon eine mehr verantwortliche Arbeit wie z.B.: Wagenherstellung, Häuserbau, Bauen von Burgen und Bollwerken, Brücken und sogar Schiffe. Wichtige Handwerke stellte auch die Bearbeitung von Hörnern und Knochen, Bernstein und Edelmetallen dar. Ein nächster Faktor, der wohl in sehr bedeutender Weise seinen Einfluß auf die Entwicklung der Wirtschaft in Pommern im frühen Mittelalter ausübte war der Binnen-u. Aussenhandel und auch der Welthandel. Durch das Mittelpommern und auch die bialogarder Erde verliefen die wichtigen Handelszüge von örtlicher und weitreichender Bedeutung. In der frühen Herrschaftsperiode der Piasten haben sich in Pommern auf Basis alter Stammes- und Territorialsiedlungen die Ursprungsansätze der ersten Städte gebildet, aus welchen auf eine besondere Bemerkung Kolberg (Kolobrzeg) und Bialogard (Belgard) verdienen. In diesen Heimgruppierungen, wie es aus den Berichten Gallus Anominus hervorgeht, sollten sich befinden: der Sitz des Bischofs Reinbern im Falle Kolbergs, und in Belgard im Anfang des 12.Jh. -die Hauptstadt und Sitz der Fürsten von Westpommern. Wenn es um die Geschichte der bialogarder Erde vom 13.Jh. bis zur Hälfte des 17.Jh. geht, so stellte Bialogard in dem erwähnten Zeitraum eines der wichtigsten Küstenzenter dar, um das sich wohlhabende und auf hohem, wirtschaflichem Niveau stehende Ansiedler scharten. Dieses bestätigen die Überweisungen der Chroniker. Der polnische Geschichtsschreiber Gallus Anonimus bezeichnet Belgard als "königliche und hervorragende Stadt", und an anderer Stelle: "eine reiche und belebte Burgstadt", aus welcher Boleslaus der Schiefmündige im Jahre 1102 " unzählbare Beute rausfuhr". Im Jahre 1102 wurde die "Festung" Belgard "mit dem Boden gleichgemacht" und schon um die Jahreswende 1107/8 waren die Stadtbefestigungen schon wieder so stark, dass, wenn der Schiefmündige sie erstürmen wollte, er erst "ein Lager aufschlagen müsste", um die Belagerungsmachinen vorzubereiten. Die große Bedeutung der Stadt bestätigt die Mission des Bischofs Otto, der bloß die größten Zentren Westpommerns besuchte und in Belgard im Jahre 1124 acht Tage hindurch verweilte. Der in vielen Flächen verlaufende Fortschritt der Technik, die wirtschaftlich-sozialen Veränderungen und im gewissen Maße auch der etmischen Verhältnisse, trugen auch zum Wachstum der Landwirtschaftsproduktion und einer weiteren Entwicklung des örtlichen Handels bei. Das zog eine Bedeutungssteigung Belgards, als wichtiges Wirtschaftszentrum dieser Landschaft hinter sich und in der Konsequenz -das Erlangen des Lokationsrechtes. Am 2. August 1299 verlieh der Fürst von Westpommern -Boguslaus IV. dieses Privileg nach den Lübecker Rechten. Diese Lokationsvorrechte brachten neue Gesellschaftsordnungen mit sich und stärkten auch die Stadt in ökonomischer Hinsicht. Aus den Überweisungen der Geschichtsschreiber geht hervor, das die bialogarder Erde, um die Wende des 11.u.12.Jh. ein wichtiges politisches Zentrum Westpommerns gewesen ist. Bialogard war, als vortreffliche Königsstadt anerkannt und als Zentrum des Landes angesehen. Höchstwahrscheinlich residierten hier irgendwelche Fürsten, dem so mehr, da die Stadt vortreffliche, strategische Werte aus Recht seiner Lage in der Gabelung von Persante und Leitnitz hatte, inmitten nassen Wiesen und Morasten, welche ihr noch mehr Sicherheit verschafften. Unter der Herrschaft der Brandenburger u. Preußen. (1648-1918). Im Laufe des 30- jährigen Krieges (1618-1648) war Westpommern das Schlachtfeld vieler blutigen Kämpfe und das Durchgangsland sehr, es ausmergelnder und verheerender Märsche und dadurch auferlegten Konstributionen durch die kaiserlichen, brandenburgerischen, schwedischen oder dänischen Militärs. Aufgrund des Osnabrücker Traktates wurdedann Westpommern zwischen den brandenburgischen Elektoren und schwedischen König geteilt. Belgard zusammen mit dem, ihm nahesten Gebiete, befand sich in den Grenzen Brandenburgs. Seine Geschichte ist auch eine Widerspiegelung des Schicksals der ganzen westpommerschen Erde und der ihm ähnlichen, unter der Behörde des Elektoren, Städte, (später des preußischen Königs und deutscher Kaiser). In den Bereichen: Territoriumsfragen, Staats- ,Selbst-, u. Gerichtsverwaltung war der Verlauf der Grenzen des damaligen Kreises Belgard (aus den Jahren 1815-1932) bedeutend anders als der heutige. Im Regierungsgebiet des Kreises befand sich die Stadt Bad Polzin (Polczyn Zdroj). Körlin (Karlino) gehörte zum Kreis "Fürstentum" ( von 1872 - Kreis Kolberg (Kolobrzeg)). Die größten Unterschiede kann man im Verlauf der Kreisgrenze mit dem damaligen Kreis Schivelbein (Swidwin) bemerken. So umfaßte der bialogarder Kreis solche Dörfer wie: Rabino, Redlo (Pflugrade), Lipie, Legi, Slawa, Cieszyno, Bierzwica als wichtigste. Eine Territorialenklave im Kreise Bialogard stellte die Oberförsterei Bronowo, als Eigentum des Schivelbeiner Magistrates, dar. Vom Jahre 1724, stand an der Spitze des Kreises ein Beamte, Landrat genannt, ein Gebürtiger und Auserwählter der Gesellschaft hiesiger GroBgrundbeitzer (Adliger), der zunächst auf diesem Amt durch den König genehmigt und bestätigt wurde. Das Jahr 1932 brachte wesentliche Veränderungen im Territorialbereich des Kreises mit sich. Man vereinigte damals (1.08.1932) die bisherigen Kreise Belgard und Schivel bein (Swidwin) in einen großen Kreis mit dem Behördensitz in Bialogard, wobei man gleichzeitig zwei Gemeinden aus dem bisherigen Kreise Belgard dem Kreis Köslin (Koszalin) überwies und drei weitere dem Kreis Dramburg ( Drawsko). Der neu organisierte Kreis von einer Oberfläche von 1635 km2 umfasste drei Städte (Belgard, Bad Polzin u. Schivelbein, entsprechend Bialogard, Polczyn Zdroj i Swidwin) und 126 Dorfgemeinden. Die Befreiung des Kreises in den ersten Tagen des Monats März 1945 war eine Kehrwende in der Geschichte der alten, voller historischen Traditionen -slavischen Erde. Die bialogarder Erde, zusammen mit dem ganzen Westpommern kehrte wieder zu Polen zurück. Mit diesem zerfiel die alte rechtliche und administrative Ordnung und ihren Platz mußte eine neue regionale Verwaltungsbehörde einnehmen. Zur Sicherung der Rechts- u.Gesellschaftsordnung, als erste Behörde im Kreise nach der Befpeiung dienten die Kriegskommandanturen. Am 14.März durchführte ein Regierungsbeschluß die provisorische Aufeilung in neue Regierungsbezirke und machte zu Leitender regionalen Verwaltungsämter die bisherigen Bevollmächtigten der Vorläufigen Regierung. Ins Westpommern, in dessen Bezirk der Kreis Bialogard verblieb (damals Distrikt oder Umfang genannt), wurde eine operative Verwaltungsgruppe geleitet bezwecks des Organisierens der Distriktverwaltung ( Kreisverwaltung). Nach der Ankunft dieser Gruppe amtierten zunächst ein paar Tage hindurch, zwei Leiter des Kreisamtes -der Regierungsbevollmächtigte und der bisherige Landrat des Kreises, der früher durch die Kriegskommandantur ernannt worden war. Am Ende wurde das Amt des Landrats aufgehoben. In derselben Zeit begann man mit dem Organisieren der Administration in den einzelnen Gemeinden des Landkreises. Nach einer provisorischen Aufteilung in Dorfgemeinden ernannte der Regierungsbevollmächtigte für den Umfang Bialogard die Gemeindevorsteher und andere Beamten der Gemeinde. In dieser Zeit bildeten sich noch keine der regionalen Selbstverwaltungsorgane und ihre Aufgaben erledigten der Beamtenapparat des Regierungsbevollmächtigten. Das war selbstverständlich ein Ausnahmezustand, welcher aber schnell der Liquidation unterlag im Maße des Normalisieren der Gesellschaftsordnung. Zu seiner allerletztlichen Aufhebung in der Kreisverwaltung kam es im Jahre 1946. Die Ämter der Regierungsbevollmächtigten, sowie die Begriffe von Bezirken und Distrikten wurden liquidiert und gleichzeitig wurde eine einheitliche Nomenklatur, wie in ganz Polen angewandt, eingeführt. Auf diese Weise wurde das Amt des Regierungsbevollmächtigten in Bialogard in ein Kreislandratsamt umgewandelt und sein Leiter war von jetzt an wieder ein Landrat. Quelle: "Dzieje ziemi bialogardzkiej - Geschichte der bialogarder Erde" - Gemeinarbeit unter der Führung Andreas Czarniks. |
||
![]() |
||
|